Spende humanen Biomaterials ZNS
Individuelle Hirnstrukturen für zukünftige Forschung archivieren
Mehr erfahrenWelche Gründe sprechen für das Archivieren menschlicher Gehirnspenden?
Wie der individuelle Fingerabdruck, so ist auch das Gehirn eines jeden Menschen einzigartig. Embryonale Entwicklung, körpereigene Biochemie, Lebensumfeld und äußere Einflüsse, Erfahrungen, Erinnerungen und einschneidende Erlebnisse prägen die Struktur des Gehirns auf einzigartige Weise. Auch neurologische und psychiatrische Erkrankungen des Gehirns wie Depressionen, Schizophrenie, Demenz oder Alzheimer gehen mit Veränderungen im Gehirn einher. Dies scheint bei einigen Menschen mehr, bei anderen weniger deutlich ausgeprägt zu sein und ist Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte. Auch wenn die Erforschung von Gehirn und zentralem Nervensystem bereits deutliche Fortschritte gemacht hat, sind viele Vorgänge bis heute unklar.
Sicher ist, die technischen Möglichkeiten in der Forschung machen riesige Fortschritte. Was noch vor wenigen Jahrzehnten wie Science-Fiction anmutete, ist heute bereits Realität geworden. Insbesondere im Bereich der Hirnforschung ist davon auszugehen, dass in Zukunft progressive technische Verfahren eine deutlich vielschichtigere Untersuchung der Hirnstrukturen ermöglichen werden. Das "Institut humanes ZNS" hat das Ziel, Gehirn- und Gewebespenden zu konservieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
BIN ICH DURCH DIE VERFÜGUNG VERTRAGLICH GEBUNDEN?
Nein, Sie gehen keinen rechtlich bindenden Vertrag mit uns ein. Sie geben lediglich eine Willenserklärung ab, die sie jederzeit ohne Angabe von Gründen bei uns widerrufen können.
WIRD DAS GEWEBE VERKAUFT?
Nein, das Gewebe wird nicht verkauft. Die Gewebe-Spende wird vom „Institut humanes ZNS“ aufbereitet, konserviert, mit den zugehörigen Spenderdaten archiviert und langfristig in Biobanken weltweit (derzeit USA und Schweiz) aufbewahrt.
WIRD DIE SPENDE DES BIOMATERIALS FINANZIELL ENTLOHNT?
Nein, die Gewebe-Spende beim Institut humanes ZNS erfolgt unentgeltlich. Weder der Spender noch dessen Angehörige erhalten eine direkte monetäre Zuwendung von uns. Allerdings übernehmen wir die anonyme Feuerbestattung. Zusatzwünsche wie Trauerfeier. Grabstelle etc. müssten bei Bedarf seperat mit einem lokalen Bestatter vereinbart und finanziert werden falls die Urne oder der Sarg nicht anonym beigesetzt werden soll.
WERDEN EXPERIMENTE AN MEINER GEWEBESPENDE DURCHGEFÜHRT?
Nein, das „Institut humanes ZNS“ führt keine Experimente mit den Gewebespenden durch. Ihre Gewebe-Spende wird von uns lediglich aufbereitet und konserviert, so dass das Präparat langfristig eingelagert werden kann. Bei unserer Tätigkeit halten wir die hohen ethischen Maßstäbe, die das Arbeiten mit menschlichem Gewebe erfordert, stets ein.
WAS PASSIERT MIT DEM REST DES KÖRPERS NACH DER GEWEBESPENDE?
Haben Sie eine Bestattungsvollmacht oder einen Vorsorge-Vertrag durch einen Kooperationsbestatter abgeschlossen, wird der Körper gemäß der getroffenen Vereinbarung beigesetzt. Wurden zu Lebzeiten keine Verfügungen über die gewünschte Bestattungsform getroffen, entscheiden die nächsten Angehörigen. Sind alle Möglichkeiten erfolglos ausgeschöpft, wird von uns eine Bestattung organisiert und bezahlt.
WAS IST, WENN DURCH DIE GERICHTSMEDIZIN EINE OBDUKTION DURCHGEFÜHRT WIRD ODER EINE ANSTECKENDE KRANKHEIT VORLIEGT?
Ob das „Institut Biobank humanes ZNS“ die Gewebespende annimmt, hängt vom Einzelfall ab. Üblicherweise ist eine solche Gewebe-Spende nicht zur Einlagerung geeignet. Lehnen wir die Gewebe-Spende ab, muss ein eventuell von uns gewährter Bestattungszuschuss NICHT zurückgezahlt werden. Bei Widerruf des Spenders oder bei Nichtbenachrichtigung gewähren wir den Zuschuss hingegen nicht.
GIBT ES EIN RECHTSANSPRUCH AUF ANNAHME DES VERSTORBENEN DURCH DIE BIOBANK?
Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Das „Institut humanes ZNS“ kann die Annahme der Gewebe-Spende ohne Angabe von Gründen ablehnen. Üblicherweise erfolgt eine Ablehnung bei hochinfektiöser Krankheit oder logistischen Problemen. Erfolgt die Benachrichtigung über den Tod nicht zeitgerecht und wird die Gewebe-Spende deswegen abgelehnt, wird allerdings der Bestattungszuschuss nicht gezahlt.
Wie funktioniert es?
1. Schritt
Schreiben Sie die von uns bereitgestellte Letztwillige Verfügung zur Gewebe-Spende handschriftlich ab und senden Sie uns diese zu. Sie erhalten ein Spenderausweis, den Sie in ihrer Brieftasche aufbewahren sollten.
2. Schritt
Die auf dem Spenderausweis abgedruckte Telefonnummer ist bei Todeseintritt schnellstmöglich anzurufen. Im Idealfall haben Sie Ihre Angehörigen bereits vorab über Ihre Bestattungs-Vorsorge und die geplante Gewebe-Spende informiert.
3. Schritt
Das Institut humanes ZNS kümmert sich schnellstmöglich um einen Überführungsdienst. Dieser wird den Verstorbenen vor Ort abholen und zum Ort der Gewebeentnahme bringen.
4. Schritt
Nach abgeschlossener Gehirn- und Gewebeentnahme wird der Leichnam der Feuerbestattung zugeführt. Die Urne wird anschließend anonym beigesetzt oder einem Friedhof oder Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl zur gewünschten Beisetzung übersendet.
Dokumente
Nützliche Dokumente zum Herunterladen im PDF-Format
Für die optimale Abwicklung haben wir hier zwei Musterdokumente vorbereitet, die Ihnen kostenlos als Hilfe zur Verfügung gestellt werden.LETZTWILLIGE VERFÜGUNG
Mit ihr regeln Sie die Spende des Zentralen Nervensystems an die Biobank humanes ZNS. Achten Sie darauf, die gesetzlichen Formvorschriften einzuhalten, indem Sie die Verfügung handschriftlich abschreiben.
Verfuegung herunterladenBESTATTUNGSVOLLMACHT
Die Bestattungsvollmacht ist kein Muss. Sie ermöglicht uns aber ohne Auftrag der nahen Angehörigen tätig zu werden und auch die nötigen Behördengänge zu übernehmen.
Vollmacht herunterladenNeuste Beiträge

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Das "Institut humanes ZNS" ist eine Biomaterial- oder auch Gewebebank, die Proben des menschlichen zentralen Nervensystems sammelt, aufbereitet und durch persönliche und medizinische Daten des Spenders ergänzt.
Sie wird als nicht rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts betrieben und treuhänderisch von Herrn Benjamin Hampel verwaltet.
Die Stiftung verfolgt keinen wirtschaftlichen Zweck und ist nicht auf Gewinnerzielung ausgelegt. Zweck der Stiftung ist vielmehr, das Wissen über individuelle Hirnstrukturen für die Zukunft zu bewahren. Mithilfe der archivierten Gewebeproben wird Vorsorge für die wissenschaftliche Forschung in fernerer Zukunft mit erweiterten technischen Möglichkeiten getroffen.